Bösel - Bösels Haupt- und Realschule prämiert: Die
Bildungseinrichtung macht immer mehr auch
bundesweit von sich Reden. Die Deutsche Gesetzliche
Unfallversicherung hat die Schule für
„Sicherheit und Gesundheit in Schulen“
ausgezeichnet. Bei dem bundesweiten Wettbewerb belegten
die Böseler mit dem Projekt „Gesundes Frühstück“
Platz 3. Der Geschäftsführer des Gemeinde-
Unfallversicherungsverbandes Oldenburg, Michael May,
überreichte der Schule eine Urkunde und
einen Scheck im Wert von 500 Euro. Die betreuende
Lehrerin Marlies Höne: „Auf jeden Fall kommt
das Geld wieder den Schülern zugute.“
Die Schule hat mit diesem Preis nicht die erste
Auszeichnung erhalten. Die ehemalige
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hatte die Schule
bereits für das „vorbildliche Ernährungs- und
Bewegungskonzept“ ausgezeichnet.
Michael May zeigte sich von dem Konzept so
überzeugt, dass er bei der Preisverleihung am Mittwoch
vorschlug: „Die Schule muss sich und dieses Konzept
bei der nächsten Vertreterversammlung
unbedingt vorstellen.“ Direkt im Anschluss an den
offiziellen Teil machte er mit der Leiterin der
Steuerungsgruppe Gesundheit, Christa Brand-Hastedt,
dem Schulleiter Herbert Bley und dem
Bürgermeister Hermann Block einen Termin fest.
Bürgermeister Block, als Vertreter des Schulträgers,
stellte fest: „Diese Haupt- und Realschule kann
was. Sie vereint Gesundheit mit beruflicher
Bildung.“ Denn tatsächlich arbeiten 40 Schüler in der
Schülerfirma mit. Marlies Höne: „Wir müssen manchen
Schülern, die ihr Interesse zeigen, sogar
absagen – mehr Schüler können hier nicht
mitarbeiten.“ Das Projekt „Gesundes Frühstück“ und die
Schülerfirma „Pausenschmaus“ setzen sich dafür ein,
dass Schüler sich gesund ernähren. So gibt es
etwa immer donnerstags ein Frühstücksbüfett –
Klassen oder Gruppen müssen sich jedoch vorher
anmelden.
An der Schule werden derzeit 430 Schüler von 38
Lehrern betreut. Das in der Schule die Kooperation
besonders gut laufe, vermutet auch May: „Solche
Projekte sind abhängig vom Engagement der Eltern
und Lehrer. So eine Vernetzung und so ein
Zusammenhalt ist höchst ungewöhnlich“. Das bestätigen
auch viele Schüler. Anatolij Root (15) aus Bösel
freut sich über den engen Kontakt zu den Lehrern.
„Die meisten Lehrer sind einfach nett.“